Wikingerlager Peenemünde

Wikingerlager Peenemünde
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Seit 1995 wird jährlich zu Pfingsten Peenemünde, welches zum Anliegen einen besonderen historischen Bezug hat, das „Wikingerlager“ veranstaltet.

Im Mittelpunkt steht das Miterleben der Lebensweise und des Brauchtums der Nordmänner und -frauen vor 1000 Jahren.

Wikingerfans bauen ihre Zelten auf, die genauso wie ihre Kleidung und Gebrauchsgegenstände originalgetreu nachgestaltet sind. Waffenschmiede, Holz- und Hornschnitzer, Runenschreiber und „wilde Berserker“ zeigen ihr Können; auch Wikingermaids sind beim Weben, Kochen oder Bogenschießen zu beobachten.

Auf echten Islandpferden, einst die treuen Begleiter der Wikinger, können Ausritte unternommen werden. An den Abenden kann man sich am Lagerfeuer mit den Wikingern, eventuell bei Lurenklängen, in eine romantische Stimmung verzaubern lassen, wobei Klönen bei Met und Julbier und deftiges Essen von Wildbret und Fladenbrot und anderen kulinarischen Genüssen aus „Odins Küche“ nicht zu kurz kommen.

So etwa sieht das Programm aus, was jährlich natürlich variiert. Ein besonderer Höhepunkt ist es, wenn der Nachbau eines Wikingerschilfes, wie die „Wiking Saga“, an Land aufgebockt die Besucher magnetisch anzieht.

Runenstein Einweihung

Aus Anlass des ersten Lagers wurde auf dem Peenemünder Sportplatz ein „Runenstein“ eingeweiht. Ein größerer Granitfindling aus der Nähe von Peenemünde wurde herantransportiert und Lutz Mohr mit der Gestaltung beauftragt.

Aus dem heute bekannten drei Hauptvarianten der Runenalphabete („Futhark“ oder „Futhorik“) -Gemeingermanisches oder Älteres Futhark, angelsächsisches Futhark in England, Wikinger- oder Jüngeres Futhark in Nordeuropa seit 800 – fiel die Entscheidung zugunsten des Wikinger-Alphabets mit 16 Runen.

Als Runeninschrift wurde die nordische Bezeichnung „Fuznan“ (Insel Usedom) und „Jomsbork“ (Jomsburg, Seeburg) ausgewählt. Da es damals üblich war, dass der „Runenmeister“, also der Bearbeiter des Steines, seine Initialen mit einritzte, geschah dies auch hier LM. Nur in den seltensten Fällen wurde hingegen das Datum vermerkt.

Tausendjähriges Landesjubiläum

Zu Ehren des tausendjährigen Landesjubiläums der ersten Erwähnung von Mecklenburg wurden die römischen Ziffern „CMXCV-MCMXCV“ zusätzlich eingemeißelt. Der „Runenstein“ von Peenemünde ist zwar kein echtes historisches Zeugnis aus der turbulenten Zeit der Wikinger, aber auch als Nachbildung beachtenswert.

Leider wurde bisher noch kein echter Runenstein auf dem Boden von Mecklenburg -Vorpommern gefunden. In den skandinavischen Ländern schätzt man ihre Zahl auf etwa 3000. Auch in Russland, England, auf den Färöern, auf Grönland und in den USA (hier umstritten) sind sie zu finden In Deutschland sind es ihrer fünf.

Wikingerlager Peenemünde 4.56/5 9

Harald Blauzahn Wikingerschatz

Harald Blauzahn Wikingerschatz
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Im Besitz des Kulturhistorischen Museums Stralsund befindet sich ein berühmter Wikingerschatz (Harald Blauzahn), aus edlen Metallen in besonderer Eigenheit und vollkommener Schönheit als Meisterwerk der wikingischen Goldschmiedekunst erschaffen.

Es könnte sich hierbei um einen Teil des Kronschatzes des dänischen Wikingerkönigs Harald Blauzahn handeln.

Sein Sohn Sven Gabelbart, „Zwiebelbart“ genannt, besiegte seinen Vater 985/86 in der „Seeschlacht von Helgenes“ (vermutlich bei Bornholm). Auf der Flucht nach Pommern versteckte der Entthronte diesen Schatz wahrscheinlich auf Hiddensee. Wem der Schatz einstmals wirklich gehört hat, ist genauso unsicher, wie die Umstände des Fundes.

Sturmflut am 13.November 1872

Nach der großen Sturmflut am 13.November 1872 wurden -nach der allgemeinen Darstellung – an der sandigen Außenküste von Neuendorf die ersten Teile gefunden; die noch fehlenden Stücke gab die Flut von 1874 frei. Das Kunstwerk enthält aber nicht die geringsten Schleifspuren, obwohl es eine Filigran- und Granulationsarbeit von feinster Art ist.

Sagen und Gerüchte

In der Nähe des Fundortes strandete bei der Flut der schwedische Schoner „Klara Karl“, der total geplündert und ausgeraubt wurde. Soll von daher der Schatz als Diebesgut kommen? Wie gelangte dieser jedoch auf das von New York kommende Schiff? Eine reiche Palette von Sagen und Gerüchten umrankt die Geschichte!

Der einwandfreie Erhalt der Kostbarkeit sei durch die gute Umhüllung möglich gewesen. Sollten die Schmuckstücke angeschwemmt worden sein, waren sie wohl verpackt in einem Tonkrug. Nur dadurch sei es auch zu erklären, dass nicht alle Stücke gleichzeitig gefunden wurden. Erst als der Wellenschlag nach zwei Jahren den Krug endgültig zerbrach fanden sich die letzten Teile an.

Harald Blauzahn Wikingerschatz 4.44/5 9

Die Odin Figur aus Gammel Lejre Dänemark

Die uns heute bekannten Bilder oder Darstellungen von Odin und seinem magischen Thron „Hlidskialf“, haben wenig oder kaum etwas mit der Realität zu tun und entstanden überwiegend in der Zeit der Romantik, Hollywood Filmen oder Comics.

Im Jahre 2009 wurde bei Ausgrabungen in Dänemark, Gammel Lejre eine etwa 20×20 cm große vergoldete Odinfigur aus Silber gefunden. Die Leitung der dortigen Ausgraben hatte der Archäologe Tom Christensen aus Dänemark. Gefunden wurde die Figur von Thomas Olesen, einen Amateurarchäologen.

Museum Roskilde

Das Museum Roskilde datiert den einzigartigen Fund auf das Jahr 900-1000 nach Christus. Es soll sich dabei um eine Darstellung von Odin und seinem magsichen Thron Hlidskialf handeln. Auch findet man auf dieser Figur die beiden Raben Odins (Hugin, Munin – Odins Späher oder Kundschafter die ihm berichten, was in der Menschlichen Welt geschieht). Dieser Thron befähigte Odin dazu, über alle 9 Welten zu sehen.

Die Ringe, welche man am Hals und Brust der Figur sieht, wird als „Draupnir“ (Träufler) interpretiert. Ebenso würde das fehlende Auge auf Odin hinweisen, dass er opferte um Weise zu werden. Es wurden auch schon bei anderen Archäologischen Ausgraben kleine Throne gefunden, darunter auch in Haithabu. Jedoch fehlten auf diesen gefundenen Stücken die sitzende Person.



Wirkliche Darstellung von Odin

Dieser einzigartige Fund in Gammel Lejre könnte die erste wirkliche Darstellung von Odin und seinem magischen Thron Hlidskialf sein. Das Thema wird die Archäologen noch eine ganze Zeit lang beschäftigen da noch keine Einigkeit herrscht, ob die Figur wirklich Odin darstellt.

Die Odin Figur aus Gammel Lejre Dänemark 4.46/5 13

Jagdgrund der Wikinger in Norwegen

Jagdgrund der Wikinger in Norwegen
© Seelenvoll-Fotografie by Steph Anie

Am norwegischen Lendbreen Gletschers wurden im Eis Pferdeknochen aus der Eisen- und Wikingerzeit gefunden. Man geht davon aus das Tiere, Rentiere bis zur totalen Erschöpfung bergauf getrieben wurden um diese zu jagen.

Scheinbar waren die Menschen in der Eisen- und Wikingerzeit um etwa 200 bis 1000 nach Christus nicht all zu gut zu ihren Tieren.

Lendbreen Gletscher Norwegen

In einer Gletscherzone (Norwegen Lendbreen Gletscher) bei etwa 1900 Metern über dem Meeresspiegel fanden Archäologen nun die Überreste von Pferdeknochen. Es gab anscheinend zwei Gründe dafür warum die Tiere dort verendeten oder auf diese extreme Hochlage mitgeführt wurden.

Zum einen diente der obere Teil des Gletschers als tausend Jahre langer Übergang so der Archäologe Lars Pilø. Hinweis dafür seinen unter anderem viele dort gefundene Artefakte aus der Wikingerzeit wie zum Beispiel warme Winterkleidung, Schuhe und mehrere Handschuhe. Die Pferde wurden demnach als Transporttiere mitgeführt.

Es gab jedoch noch einen weiteren Grund warum sich die Tiere, Reentiere auf das Eis wagten. Rentiere fliehen im Sommer auf das Eis um so Schutz vor den Bremsen zu finden. Hier finden sie Ruhe vor den Dasselfliegen.

Das machte den norwegischen Lendbreen Gletscher zu einem idealen Jagdgrund für die Wikinger denn die Tiere ließen sich dort optimal zusammentreiben und anschließend die gejagte Beute zu Pferd zurück in das Tal bringen. Viele dieser Pferde schafften den Rückweg jedoch nicht da sie an Erschöpfung starben oder sich in dem unwegsammen Gelände ein Bein brachen.

Jagdgrund der Wikinger in Norwegen 4.33/5 9

Der Grabhügel Oseberg

Der Grabhügel Oseberg
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Der Grabhügel von Oseberg am Osloßord in Südostnorwegen wurde im Jahre 1904 ausgegraben. Man fand in ihm das am reichsten ausgestattete Grab aus der Wikingerzeit: die Ruhestätte einer Frau, die zusammen mit einem Begleiter 834 beerdigt worden war.

Wir wissen dies mit Sicherheit, da vor kurzem Baumringanalysen ergeben haben, dass die zum Bau der Grabkammer verwendeten Eichen in jenem Jahr gefallt wurden. Obwohl der Schmuck geraubt worden ist, waren doch die in der Grabstätte verbliebenen Gegenstände von außergewöhnlicher Menge und Qualität.

Die Grabkammer

Die Grabkammer lag hinter dem Mast eines eleganten Schiffs, das vielleicht als Reisegefährt für die Verstorbene dienen sollte. Außerdem waren ein Wagen, vier Schlitten und zwölf oder mehr Pferde enthalten.

Die Vorstellung einer langen Reise, die unternommen werden muss, wird durch die Beigabe eines Zeltes und von Nahrungsmitteln unterstrichen, unter denen ein Ochse und ein Eimer mit Äpfeln waren.

Man fand fünf Betten, Vorratstruhen, Öllampen, einen Stuhl, einen Wandteppich, verschiedene Küchen-und Essgeräte sowie landwirtschaftliche Werkzeuge. In der Kammer selbst lagen neben verschiedenen persönlichen Gegenständen die Überreste von Webstühlen und ein Satz von Webbrettchen zum Weben einer Borte, die in unfertigem Zustand belassen war. In der verschwenderischen Fülle der Grabbeigaben von Oseberg offenbart sich der hohe gesellschaftliche Rang dieser Frau – möglicherweise war sie eine Königin.

Der Grabhügel Oseberg 4.33/5 9

Wikinger auf den Färöer Inseln

Wikinger auf den Färöer Inseln
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Auf ihrem Weg nach Nordamerika benutzen die Wikinger die Inseln im Nordatlantik quasi als Zwischenstationen. Von den Shetlands ging es weiter zu den Färöern und dahinter lag schon Island. Auf den Färöer Inseln (Inselgruppe zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island) mussten die Wikinger feststellen, dass schon andere vor ihnen da waren.

Es ist nicht bekannt, ob sie noch lebende Menschen angetroffen haben; man vermutet, dass sie die Behausungen ihrer Vorgänger abgerissen und neue darüber gebaut haben.

Von den ersten Siedlern ist fast keine Spur geblieben. Eine Gruppe von Archäologen von der britischen Durham University haben jedoch etwas gefunden, dass auf die Anwesenheit von Menschen lange vor Ankunft der Wikinger hinweist – verkohlte Gerstenkörner. Gerste ist auf den Färöern nicht heimisch – also muss sie jemand nach Á Sondum auf der Insel Sandoy gebracht haben.

Die archäologischen Schichten sind in Á Sondum rund drei Meter dick. Mindestens zweimal lebten Menschen hier in der Bucht. Einmal von der Mitte des vierten bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts und dann noch einmal von späten sechsten bis zum späten achten Jahrhundert.

Reste eines Wikinger Langhauses

Am Boden der Schichten liegen die Reste eines Wikinger Langhauses, die obersten Lagen sind Müllhaufen aus dem 19. Jahrhundert. Anhand einer dünnen Abfallschicht neben dem Haus und verkohlten Getreidekörnern aus dem Herdfeuer konnte das Gebäude datiert werden. Es stammt aus dem neunten Jahrhundert – die Wikinger bauten es kurz nach ihrer Ankunft auf den Färöern.

Ältere Gerstenkörner wurden beim Durchsieben des Erdreichs um das Haus gefunden. Hier stieß man auf mehre Flecken von Torfasche, in denen die Körner lagen. Um weitere Erosion zu verhindern und das sandige Erdreich fruchtbarer zu machen hatte man Asche aus dem Herdfeuer über den Boden gestreut. Die Gerstenkörner waren zufällig ins Feuer gefallen und  darin verkohlt.

Keine Zwischenstation auf längeren Reisen

Der Fund zeigt, dass die Besiedlung in Á Sondum keine Zwischenstation auf einer längeren Reise oder eine Notunterkunft war. Der Topf stammte von den Färöern selber. Um daraus Brennstoff zu gewinnen muss man ihn nicht nur stechen, sondern auch trocknen. Dieser Prozess nimmt mehrere Monate in Anspruch. Keiner, der nur mal kurz übernachten will wird sich eine Torfreserve anlegen. Die Färöer betrachten sich als eigenständiges Volk; sie sprechen die färöische Sprache, die mit dem Isländischen und dem Norwegischen verwandt ist.

Wikinger auf den Färöer Inseln 4.50/5 8

Die Insel Madeira und die Wikinger

Die Insel Madeira und die Wikinger
© Del-Ink / Fotografie

Offenbar bereisten die Wikinger schon vor über tausend Jahren die Insel Madeira und nicht nur Asien, Amerika sondern auch jene Atlantik Insel. Das würde bedeuten das die Nordmänner, Wikinger schon vierhundert Jahre vor den Portugiesen dort ansiedelten.

Anlaß für diese Spekulation sind Mausknochen die auf Insel Madeira gefunden wurden welche nach Wissenschaftlicher Meinung (Proceedings of the Royal Society B) nicht natürlich auf der Insel vorkamen sonder viel mehr durch Menschlichen EInfluß dort lebten. Scheinbar wurden die Mäuse durch die Wikinger nach Madeira gebracht.

Genuntersuchungen sollen dieses nun bestätigen. Das Erbgut der Mäuse sei ähnlich dem der in Skandinavien und Norddeutschland heimischen Mäusepopulationen. Es sei auzuschließen, dass die Nager auf natürlichen Weg auf die Insel gekommen sein.

Die Insel Madeira und die Wikinger 4.33/5 6

Expansion der Wikinger

Expansion der Wikinger
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Während ein Teil der Wikinger in Europa raubte und plünderte, betrieben andere Expansion, erforschten den Atlantik und entdeckten neue Länder. Um 860 wurde der schwedische Wikinger Gardar Svavarson von einem Sturm an die Küste Islands verschlagen.

Fünfzehn Jahre später trafen dort die ersten Siedler ein. Um 930 lebten etwa 50000 Menschen in Island.

982 segelte Erik der Rote von Island nach Westen und entdeckte eine andere, noch größere Insel. Er nannte sie „Grünland”, um mit dem attraktiven Klang des Namens Siedler anzulocken.

Es entstanden zwei Siedlungen, im Süden etwa bei der heutigen Stadt Julianehab und im Westen bei Godthab. Schließlich lebten etwa 3000 Siedler auf Grönland.

Den Sagas nach erblickte Bjarni, ein Isländer, Land im Westen von Grönland. Etwa fünfzehn Jahre später fuhr Leif Eriksson nach Westen und entdeckte Helluland, Markland und Vinland. Historiker sind der Ansicht, dass es sich dabei um das heutige Baffinland, Labrador und Neufundland handelte.

Die Wahrheit der Vinlandsagas

Jahrelang zweifelte man an der Wahrheit der Vinlandsagas. Erst nachdem 1962 eine Wikingersiedlung aus der Zeit um 1000 n. Chr. bei L’Anse-aux-Meadows in Neufundland gefunden wurde, scheint bewiesen, dass die Wikinger in Amerika landeten. Die Viniandsagas berichten von Pelzen und Fellen, die Indianer im Austausch für rote Stoffe und Waffen anboten. Da die Wikinger ihre Waffen nicht verkaufen wollten, griffen die Indianer ihr Lager an und vertrieben sie.

Expansion der Wikinger 4.45/5 11

Das Wikingerfrauen Schiffsgrab

Das Wikingerfrauen Schiffsgrab
Dieses Foto wurde von seinem Urheber „Arnejohs“ als gemeinfrei veröffentlicht

1904 wurde in Norwegen, Slagen ein Wikingerschiff bzw. ein Schiffsgrab in einem Grabhügel endeckt, das die Gebeine von 2 Wikingerfrauen enthielt.

Das Wikingerschiff, das den Namen „Oseberg“ trägt, stammt aus dem Jahr 843. Wissenschaftler konnten dieses anhand der Jahresringe des verwendeten Boot-Holzes belegen. Das Schiff selbst ist heute im Wikingerschiff Museum von Oslo ausgestellt.

1948 wurden die Gebeine bzw. Überreste der beiden Wikingerfrauen in einem Aluminiumsarg umgebettet um diese dann in späteren Jahren, mit neuen Wissenschaftlichen Methoden untersuchen zu können wie zb. mit der DNA Analyse und so eventuelle Hinweise zu erhalten, ob die Wikingerfrauen Verwandt waren und wo sie lebten.

DNA Analyse

2007 war es dann so weit. Norwegische Forscher öffneten den Aluminiumsarg zwecks DNA Analyse. Derzeit gibt es zu den Wikingerfrauen drei unterschiedliche Theorien. Die eine besagt, es handelt sich zum einen um eine Königen oder Anführerin (in jedem Fall eine Wikingerfrau höheren Standes), die mit einer Sklavin als Opferbeigabe bestattet wurde.

Eine andere Theorie geht davon aus, dass es sich um Mutter und Tochter handelt. Die dritte Möglichkeit wäre, die beiden Wikingerfrauen waren Schwestern. Die aktuelle Meinung ist (Prof. Hauck), es handelt sich um zwei Wikingerfrauen die längere Zeit in Agder gelebt haben. Die DNA Analyse hingegen läßt erkenen, dass das Erbgut der Frauen aus dem Raum des Schwarzen Meeres stammt bzw. dem Iran.

In der Ynglinga Saga wird das Oberhaupt der Nordischen Götter (Odin) dort angesiedelt. Odin führte gegen die „Vanen“ Krieg, welche im Vanenland lebten, was widerum an der Donmündung vermutet wird. Daraus könnte man nun schließen, es handelt sich bei den beiden Frauen um die Mutter von „Halvdan Svarte“ (Åsa) und ihre Tochter.

Standespersonen

Egal welche der Theorien sich nun auch als richtig erweisen, fakt scheint zu sein, dass die Wikingerfrauen zwei Standespersonen waren. Als Grabbeigaben wurden die Überreste von 15 Pferden gefunden sowie auch mehere Überreste von Rindern, Hunden und anderen reich verzierten Grabbeigaben, die den beiden Wikingerfrauen einen sicheren Weg in das Totenreich sichern sollten.

Das Wikingerfrauen Schiffsgrab 4.50/5 12

Die Sonnensteine, Kompass der Wikinger

Die Sonnensteine, Kompass der Wikinger
© ArniEin / Urheberrechtsinhaber dieses Fotos

Lange rätselten die Wissenschafler über die transparenten Sonnensteine die, die Wikinger zu ihren seemännischen Leistungen verholfen haben sollen.

Nun wurde in einem britischen Segelschiff aus dem 16. Jahrhundert ein solcher Stein gefunden den die Normänner zum navigeren benutzt haben sollen. Demnach wurde Anhand der Steine der Sonnenstand ermittelt was sogar bei Wolken und nach dem Sonnenuntergang möglich war.

Fund in einem britischen Seewrack

Ein Beweis für die Sonnensteine gab es bis jetzt nicht. 2011 wurde der Fund in einem britischen Seewrack gemacht (2007 hatte Ramón Hegedüs / Lorand-Eötvös-Universität in Budapest mit Kalzit, dem Sonnenstein Material experimentiert). Die Zusammenstzung des Steins deutet darauf hin das er Skandinavischen Ursprungs ist.

Tests mit ähnlichen Steinen ergaben das sich mit diesen Steinen in einer extremen Genauigkeit der Stand der Sonnen ermitteln läßt.

Navigationsgerät

Das der Sonnenstein in einem englischen Wrack aus dem 16. Jahrhundert gefunden wurde, immerhin Jahrhunderte nach Erfindung des Kompaß, deutet darauf hin das der Sonnenstein als zweites Navigationsgerät mitgeführt wurde da eine Kompaßnadel in der Nähe von Kanonen stark abweicht oder ausschlägt.

Die Sonnensteine, Kompass der Wikinger 4.43/5 7

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