Berühmte Wikinger

Berühmte Wikinger
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Kollo (860—931)

wurde der erste Wikinger-Herzog der Normandie. Eigentlich hieß er Rolf der „Geher”, weil er so lange Beine hatte, dass sich kein genügend großes Pferd für ihn fand.

Zehn Jahre lang kämpfte und raubte er in Frankreich, dann bot König Karl der Dicke ihm Land zum Siedeln an. Dafür verteidigte er Frankreich gegen alle anderen Skandinavier. 912 wurde er Christ. Wilhelm der Eroberer gehörte zu seinen Nachkommen.

Hakon I. (915-960)

war der erste christliche König von Norwegen. Am Hofe des Königs Athelstan von England erzogen, kehrte er 935 nach Norwegen zurück und forderte den Thron für sich. Er führte das Christentum ein und schaffte durch die Gründung von Things in ganz Norwegen Recht und Ordnung. 960 fiel er im Kampf.

Harald Blauzahn (?—986)

war König von Dänemark. In den späten 950er Jahren griff er Norwegen an. Anfangs wurde er von König Hakon geschlagen; 960 tötete er jedoch seinen Rivalen und wurde König von Dänemark und Norwegen. Zu seinem Unglück griffen ihn 974 die Heere des deutschen Kaisers Otto II. an. Kurz darauf wurde Harald Blauzahn von seinem ehrgeizigen Sohn Swein Gabelbart gestürzt. 986 starb er im Exil.

Swein Gabelbart (986-1014)

war einer der mächtigsten Könige von Dänemark. Er vertrieb die Deutschen aus Jütland und überfiel seine Nachbarn in ständigen Raubzügen. 994 beteiligte er sich an einem Großangriff auf England. In der Schlacht von Svolder im Jahre 1000 besiegte und tötete er den norwegischen König Olaf Tryggvason. Nach dem Massaker am St. Brice-Tag (1002) verbrachte Swein die meiste Zeit in England. 1014 starb er in Gainsborough.

Olaf Tryggvason (968-1000)

war als Norwegerkönig berühmt durch seine Angriffe auf England. 994 überfiel er zusammen mit Swein Gabelbart London, aber ohne Erfolg. Er trat zum Christentum über und wurde zum König von Norwegen gekrönt. Er bemühte sich, sein Volk zum Christentum zu bekehren, jedoch vergeblich. Unglücklicherweise geriet er mit Swein Gabelbart in Streit und wurde in der Schlacht von Svolder (1000) getötet.

St. Olaf (7-1030)

herrschte nach dem Tode von Swein Gabelbart (1014) in Norwegen. 1016 wurde er als König akzeptiert; er widmete sich der Aufgabe, sein Volk zum Christentum zu bekehren. 1026 wurde er in der Schlacht vom Helgefluß besiegt. 1028 drang Knut in Norwegen ein, und Olaf floh nach Russland. Er starb als Held in der Schlacht von Stiklestad.

Knut der Große – oder Canute – (1014-1035)

war wahrscheinlich der größte der Wikingerkönige. Er setzte in England das Werk seines Vaters Swein Gabelbart fort und wurde 1017 König. Er sorgte zu seinen Lebzeiten dafür, dass die Angelsachsen und Wikinger in England friedlich miteinander auskamen und erließ viele weise Gesetze. 1030 in der Schlacht von Stiklestad schlug er König Olaf II. von Norwegen und wurde selbst König von Norwegen. Nach seinem Tode brach sein Reich infolge der Regierungsunfähigkeit seiner Söhne auseinander.

Harald Hardrada (1015-1066)

nahm an der Schlacht von Stiklestad teil und erlebte mit, als der König, sein Halbbruder, fiel. Er floh nach Russland und schlug sich in den Mittelmeerraum durch. Dort lebte er anfangs als Seeräuber und später als Mitglied der byzantinischen Kaisergarde. 1047 kehrte er nach Norwegen zurück und forderte die Krone. Aber erst nach vielen Jahren wurde er von allen Norwegern anerkannt. Als Anführer eines Kriegszuges nach England gegen Harald Godwinson fiel er 1066 in der Schlacht von Stamford Bridge.

Erik der Rote (7-1000)

stammte aus Südwestnorwegen, wurde aber wegen Totschlags geächtet. Er segelte nach Island und gründete dort eine Siedlung. Doch wieder wurde er wegen Mordes verbannt. Als ihm Island und Norwegen verschlossen waren, beschloss er, nach Westen zu segeln und ein Land zu suchen, das vor fünfzig Jahren ein Seefahrer namens Gunnbjorn gesichtet hatte.

982 erreichte Erik ein gewaltiges felsiges Land. Die nächsten drei Jahre erforschte er dessen Küsten. Dann kehrte er nach Island zurück und suchte eine Schar von Siedlern zusammen. 986 führte er eine Flotte von 25 Schiffen nach, wie er es nannte, „Grünland”. Das war der Anfang einer blühenden Kolonie. Erik bewirtschaftete einen reichen Bauernhof in Brattahild in Südwest-Grönland.

Leif Eriksson (um 970-7)

war der älteste Sohn Erichs des Roten. Um das Jahr 1000 beschloss er, auf die Suche nach einem geheimnisvollen Land zu gehen, dass 986 von einem Isländer namens Bjarni gesichtet worden war. So entdeckte er Helluland (das heutige Baffinland), Markland (Labrador) und Vinland (Neufundland). Nach Grönland zurückgekehrt, erfuhr er, dass sein Vater gestorben war. Er gab die Seefahrt auf und übernahm den Familienhof in Brattahild.

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