Der Wikinger Blutadler | NORWIK

Der Wikinger Blutadler

Im 9. Jahrhundert hatte sich das Christentum in Europa bereits stark verbreitet. In Skandinavien hingegen wurden immer noch die alten Nordischen Götter verehrt, so auch von den Wikinger.

Wikinger Blutadler
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Nach einem erfolgreichen Raubzug, Überfall auf eine Siedlung um 865. nach Christus, fesselt die Besatzung eines Wikingerschiffs einen Gefangenen auf einen Holzklotz.

Dieser Gefangene soll nun durch ein blutiges Ritual sterben bzw. geopfert werden (in Europa wurden bis in das 11. Jahrhundert Menschen geopfert).

Der Mut, ihre Stärke und ihre „Grausamkeit“ macht die Wikinger zu den gefürchtetsten Krieger des Mittelalter. Die Wikinger verehrten eine Vielzahl von Göttern wie zb. Thor, den Gott des Donners, Freyr, welche die gefallenen vom Schlachtfeld holte sowie Odin den obersten Gott des nordischen Parthenons.

Nach den Erzählungen verlangte Odin das Blut von gefangenen als Opfer. Damit sicherten sich die Wikinger den Beistand Odins in der Schlacht.

Umriss eines Adlers

Das Opfern der Gefangenen soll mit Hilfe einer äußert schmerzhaften Technik umgesetzt worden sein, die als Wikinger Blutadler bekannt wurde. Die Gefangenen wurden bei lebendigen Leib gefoltert in dem der Umriss eines Adlers in den Rücken geschnitten wurde.

Um zu verhindern, dass die Opfer bewußtlos wurden, schüttete man ihnen Salzwasser in das Gesicht und Wunden. Mehr Schmerzen für das Opfer bedeutete mehr Unterstützung durch Odin.

Wenn man den alten Überlieferungen und Bildern glauben schenkt, wurde beim Blutadler zuerst die Wirbelsäule freigelegt. Anschließend wurden die Rippen auf beiden Seiten der Wirbelsäule durchtrennt und nach außen bzw. nach oben geklappt was dann die Form von zwei Flügeln hatte.

Einige Quellen berichten davon, dass dazu noch die Lungen herausgezogen wurden damit diese wie die schwingen eines Adlers aussehen.

Wenig glaubhaft

Die meisten Experten halten dieses jedoch für wenig glaubhaft bzw. ob der Blutadler jemals praktiziert wurde denn es ist sehr unwahrscheinlich das ein Mensch so eine Methode des Foltern überlebt hätte.

Auch kann man die Lungen eines Menschen nicht herausziehen wie in den alten Quellen berichtet da sich die Lungen auf Tennisball-Größe zusammenziehen oder zusammenfallen wenn die Wand der Brusthöhle durchstochen wird, ähnlich wie bei einem Ballon.

Wahrscheinlich ist es eher, dass die Wikinger eine andere Technik für den Blutadler verwendet haben. Dabei wurde der Trapezmuskel durchtrennt um so das Schulterblatt freizulegen und anschließend die Schulterblätter nach außen zu klappen um so die Darstellung der Adlerschwingen des Blutadlers zu erreichen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Opfer dieses einige Minuten überlebt hätte ist sehr hoch. Nach einem erfolgreichen Raubzug wurden für Odin auf diese Art und Weise mehrere gefangene Krieger geopfert, glaubt man den Quellen.

Verschiedene Arten der Folterung

Die Wikinger folterten und opferten jedoch mit Hilfe der verschiedensten Methoden. Sie würgten, erstachen die Opfer und verbrannten diese.

Das Wissen was wir heute über die Wikinger besitzen, stammt überwiegend aus alten Überlieferungen. So es ist sehr schwierig Tatsachen von Legenden oder Erzählungen zu unterscheiden. Insbesondere beim Blutadler.

Der Wikinger Blutadler 4.31/5 26

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