Die Edda

Die Edda

Die Edda
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In der Universitätsbibliothek Upssala (Schweden) wird ein Lehrbuch der Dichtkunst aufbewahrt, welches von dem gelehrten Snorri Sturluson verfaßt wurde und den Namen „Snorris Edda“ oder „Snorra Edda“ trägt. Snorri Sturluson, der isländischer Politiker, 1179-1241, schrieb das Buch, von dem es mehrere Abschriften gab, um etwa 1220.

Das Buch bzw. die Abschrift, die heute in der Universität von Upssala aufbewahrt wird, stammt aus dem 14.Jahrhundert und ist somit die älteste, erhaltene. Der gelehrte Snorri Sturluson unterteilte die Edda dabei in vier Teilen. Das Buch beginnt mit einem Prolog, gefolgt von Gyfaginning und Skáldskaparmál, anschließend Háttatal.

Der Inhalt des Buchs

Am Anfang des Buchs wird versucht zu erklären, warum überhaupt die Asen im Norden als Götter verehrt wurden. Wie in den meisten Mythen oder Theologischen Schriften, wurde die Welt am Anfang von Gott erschaffen. Die Menschen wurden irgendwann von Gott mit einer Sintflut gestraft und vergaßen so den Gott, den sie einst anbeteten.

Mit der Zeit jedoch, fanden die Menschen ihren Glauben wieder. Irgendetwas mußte „Mutter Natur“ im Einklang halten und so war für die Menschen klar, dieses kann nur ein „höheres Wesen“ wie Gott. Nun entstehen auch eine Vielzahl an Völker und Sprachen wobei dabei das größte Land Asien ist, wo zu jener Zeit auch die Hauptstadt Troja liegt.

Der König von Troja trägt den Namen „Priamos“, dessen Enkel trägt den Namen „Thor“ (Wettergott) vom dem nun in Achtzehn Generationen „Odin“ (der Kriegsgott) abstammt.

Auf der Reise nach Jütland, Deutschland, unter der Folgeschaft seiner Begleiter, den so genannten „Asienleute“, gründet er dort das Königliche Geschlecht der „Ynglingar“. Die dort einheimischen Menschen übernehmen die Sprache der Asienleute.

Der Snorri Sturluson Prolog

Viele der damaligen Forscher bezweifelten ob dieser Prolog wirklich von Snorri Sturluson stammte oder ob dieser nicht schon immer Bestandteil der Edda war. Dieses konnte jedoch in jüngerer Zeit widerlegt werden. Der Prolog hilft uns zu verstehen, wie die heidnischen Religionen oder Polytheismus entstanden bzw. werden diese im Sinne des Christlichen Weltbildes erklärt.

Auch werden hier die Nordischen Könige mit den Trojanern in Zusammenhang gebracht. Ebenso wichtig ist dieser Prolog für Gylfaginning (Die Täuschung von Gylfi), den zweiten Teil des Buchs. In dieser wird beschrieben, dass die Asen über unglaubliche Zauberkraft und Geschicklichkeit verfügten und obwohl sie Menschen waren, dann später als Götter verehrt wurden.

Im wesentlichen sind diese Ansätze oder das Erklären wollen der heidnischen Religionen nichts neues im Mittelalter. Snorri Sturluson bringt diese jedoch in das Christliche Weltbild mit ein und gibt den Fähigkeiten der Wikinger einen „höheren Status“. Ebenso deren Sprache und Herkunft. Auch rechtfertigt er so ein Auseinandersetzen mit den Mythen der heidnischen Religionen.

Die Edda
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