Michaela Helmbrecht, Kuratorin der Erlebnisausstellung Wikinger

Ein Wikinger, ein Schwert!

Michaela Helmbrecht, Kuratorin der Erlebnisausstellung WikingerSo waren die Wikinger! Informationen aus erster Hand für die Ausstellungsführer im Lokschuppen.

Rosenheim – So stellt man sich einen Wikinger vor: ein rot-blonder Hüne mit einem Helm mit Hörnern, grimmig dreinblickend, und mit einem prunkvollen Schwert in der Hand!

Gar so prunkvoll war das Schwert zwar nicht, das die Ausstellungsführer des Lokschuppen Rosenheim bei ihrem Fototermin im Kultur + Kongresszentrum Rosenheim in die Höhe reckten.

Erlebnisausstellung „Wikinger“ Lokschuppen Rosenheim

Dank Michaela Helmbrecht, Kuratorin der Erlebnisausstellung „Wikinger!“ im Lokschuppen, bekamen Sie aber viel über die Bedeutung eines echten Wikinger-Schwertes vermittelt.

Eine Stunde lang erläuterte Helmbrecht geschichtliche Wahrheiten und Klischees über das mystische Volk aus dem hohen Norden und führte in die Ausstellung ein. Wichtig zu wissen: „Die Wikingerhelme hatten keine Hörner! Die wurden später den Wikingern einfach angedichtet.“

Die Vorstellung von den prächtigen Wikinger-Schwertern dagegen stimmt. „Man kann sagen: ein Mann, ein Schwert!“ sagte Helmbrecht. „Das Schwert war nicht nur für den Kampf in Kriegen bestimmt, sondern auch ein Standeszeichen.“

Wikinger Informationsveranstaltung im Kultur, Kongresszentrum Rosenheim
Die Wikinger können kommen! Die AusstellungsführerInnen nach ihrer Informationsveranstaltung im Kultur + Kongresszentrum.

Knechte durften keine Schwerter tragen, die Männer der Oberschicht dagegen schon. Je höher ein Wikinger angesehen war, umso prächtiger war auch sein Schwert. „Die Griffe waren teilweise mit Messing und Silber verarbeitet, manch andere waren mit Tierornamenten verziert.“

Auch die Wikinger-Frau durfte ein Schwert tragen

Was wenige wissen: auch Frauen durften bei den Wikingern Schwerter tragen. Allerdings nur, wenn sie keinen Vater, Bruder oder Ehemann mehr hatten. „Dann repräsentierten die Frauen die Familie und durften für die Familie sprechen.

Das Schwert war damit auch für sie ein Standeszeichen.“ Das Eisen für die Schwerter stammte in den meisten Fällen aus Deutschland. Es wurde aus dem Rheinland in den hohen Norden transportiert.

Am 11. März öffnet die Ausstellung ihre Pforten

Besucher der Ausstellung „WIKINGER!“ im Lokschuppen Rosenheim dürfen sich auf seltene und wertvolle Exemplare dieser Schwerter freuen.

Die Ausstellung öffnet am 11. März die Pforten für die Besucher. Informationen über Tickets, Führungen und Workshops gibt es im Internet unter www.lokschuppen.de.

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