Expansion der Wikinger

Expansion der Wikinger
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Während ein Teil der Wikinger in Europa raubte und plünderte, betrieben andere Expansion, erforschten den Atlantik und entdeckten neue Länder. Um 860 wurde der schwedische Wikinger Gardar Svavarson von einem Sturm an die Küste Islands verschlagen.

Fünfzehn Jahre später trafen dort die ersten Siedler ein. Um 930 lebten etwa 50000 Menschen in Island.

982 segelte Erik der Rote von Island nach Westen und entdeckte eine andere, noch größere Insel. Er nannte sie „Grünland”, um mit dem attraktiven Klang des Namens Siedler anzulocken.

Es entstanden zwei Siedlungen, im Süden etwa bei der heutigen Stadt Julianehab und im Westen bei Godthab. Schließlich lebten etwa 3000 Siedler auf Grönland.

Den Sagas nach erblickte Bjarni, ein Isländer, Land im Westen von Grönland. Etwa fünfzehn Jahre später fuhr Leif Eriksson nach Westen und entdeckte Helluland, Markland und Vinland. Historiker sind der Ansicht, dass es sich dabei um das heutige Baffinland, Labrador und Neufundland handelte.

Die Wahrheit der Vinlandsagas

Jahrelang zweifelte man an der Wahrheit der Vinlandsagas. Erst nachdem 1962 eine Wikingersiedlung aus der Zeit um 1000 n. Chr. bei L’Anse-aux-Meadows in Neufundland gefunden wurde, scheint bewiesen, dass die Wikinger in Amerika landeten. Die Viniandsagas berichten von Pelzen und Fellen, die Indianer im Austausch für rote Stoffe und Waffen anboten. Da die Wikinger ihre Waffen nicht verkaufen wollten, griffen die Indianer ihr Lager an und vertrieben sie.

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