Walhalla | NORWIK

Walhalla

Nach den religiösen Anschauungen der Wikinger bedeutete der Tod auf dem Schlachtfeld nicht das Ende. Wenn ein Krieger in Ehren fiel, wurde er von den Walküren, den Dienerinnen Odins, auf fliegenden Pferden nach Walhalla getragen. Dieser Wikingerhimmel war den Helden vorbehalten.

Walhalla
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Hier lebten sie für immer bei festlichen Gelagen in Gemeinschaft mit ihren Kriegsgenossen. Dieser Himmel war so begehrt, dass ein Wikinger, der auf dem Krankenbett zu sterben drohte, seine Verwandten bat, ihn zu erstechen, damit Odin denken möge, er wäre auf dem Schlachtfeld gefallen, und ihn in Walhalla aufnähme.

Totenfeiern

Der Glaube an Walhalla führte zu den besonderen Formen der Totenfeiern bei den Wikingern.

Ein Wikingerfürst, der ein angesehener Krieger gewesen war, wurde in seinem Schiff begraben, umgeben von seinen Waffen, seinem persönlichen Besitz, seinem Pferd und manchmal sogar mit seinem treuen Diener, der zu sterben bereit war, um seinen Herrn nach Walhalla zu begleiten.

Schiffsbestattungen

Das Schiff wurde manchmal verbrannt und der Tote eingeäschert. Aber oft wurde es auch unter einem Erdhügel begraben und blieb dort durch Jahrhunderte erhalten.

Dank dieser Sitte konnten mehrere Wikingerschiffe in moderner Zeit ausgegraben werden, etwa tausend Jahre nach ihrem Bau. Zwei davon sind besonders berühmt: Das Gokstad-Schiff und das Ose-berg-Schiff, so genannt nach den Orten in Norwegen, wo man sie gefunden hat.



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