Die Island Sagas der Wikinger

Die Island Sagas der Wikinger

Die Island Sagas der Wikinger
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Östlich und Südlich der Heimat von den Nordmännern – Wikinger, sind diese als Krieger und Plünderer bekannt. Im Westen hingegen als Entdecker und Siedler. Der Nordatlantik wird von den Wikinger beherrscht.

Als die Wikinger schließlich Island betreten, erschufen sie dort eine neue Welt. Der Legende nach verbrachte ein Mann dort einen sehr harten und extremen Winter und taufte die Insel von nun an auf den Namen „Island“.

Die Härte dieser unwirklichen Welt, welche aus Gletschern besteht und von Vulkanen geformt wurde, kann die Wikinger nicht daran hindern das Land zu besiedeln.

Insbesondere aus Norwegen und Britanien kommen die Wikinger nach Island. Für die Wikinger offenbart sich in Island die Schönheit des Jenseits. Ein übernatürliches Land der Götter.

Regeln der Landnahme

Island bietet den Wikinger, die in erster Linie Bauern sind, fruchtbare Böden und Land im Überfluss. Nach den Regeln der „Landnahme“ kann jeder Wikinger seinen eigenen und benötigten Boden abstecken. Genau soviel Land wie ein Mann an einen Tag umrunden kann. Nach wenigen Jahr zehnten ist Island auf diese Art und Weise besiedelt.

Kriegskunst, Geschichten und das rezensieren von Gedichten spielten eine wichtige Rolle im Leben der Nordmänner, Wikinger. Traditionen und Geschichten werden überwiegend mündlich weitergegeben obwohl die Wikinger über eine Schrift verfügten, den so genannten „Runen“.

Historische Erzählungen, Geschichten – Mythen

Nach etwa 200 Jahren, nach der der Besiedlung Islands, beginnen die Menschen nun die Geschichten und Erzählungen nieder zuschreiben. Bekannt wurden diese als „Isländische Sagas“. Saga bedeutet „das was erzählt wurde“. Eine Mischung aus historischen Erzählungen, Geschichten, Mythen und Gedichten sowie Religiösen Legenden.

Diese Island Sagas geben uns einen Einblick in das Leben der Wikinger und sind das wichtigste Erbe der Wikinger. Es sind die bedeutendsten Dokumente des Mittelalters und die Umfangreichsten Erzählungen Islands. Familiengeschichten und Heldenerzählungen.

Die Things auf Island

In zwei Sagas wurde von einer Geschichte berichtet, wonach sich dabei mehrere Wikingeranführer verschiedener Clans bei einer Wikingerversammlung traffen, dem so genannten „Thing“. Das Thing beschreibt eine Gerichtsversammlung bei der Streitfälle geschlichtet werden und wenn nötig auch Sanktionen oder Strafen verhängt werden.

In jener Zeit präsentierten 36 Stammesführer die Things auf Island. In „Thingvellir“ wurde die erste Gesetzgebende Versammlung der Wikinger begründet. Das „Althing“ findet von nun an jeden Sommer statt.

Dabei rezensiert ein Gesetzessprecher die Gesetze aus dem Gedächtnis und fügt wenn benötigt neue Regelungen hinzu. Das Althing bestand bis 1798 und ist somit die längste, wirkende Gesetzesversammlung der Welt!

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