Heidentum und die Wikinger

Heidentum und die Wikinger
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Zu Beginn der Wikingerzeit lebten in allen skandinavischen Ländern ausschließlich Heiden; es hatte bis dahin kaum Verbindungen zur Christenheit gegeben. In den folgenden Jahrhunderten gelangte die Kenntnis des christlichen Glaubens auf verschiedenen Wegen in diese Länder.

Plünderer, die in einer Kirche oder einem Kloster raubten und mordeten, stahlen christliche Kultgegenstände wie Kreuze und Abendmahlskelche.

Diese Stücke schmolz man gewöhnlich wegen ihres Metallwerts ein, aber einige besonders schöne Objekte behielt man als Souvenirs.

Unter den Gefangenen, die man als Sklaven ins Land brachte, befanden sich Christen; ihre Religion mag auf ihre neuen Herren wenig Einfluss gehabt haben, aber sie muss immerhin in deren Bewusstsein gedrungen sein.

Christliche Kaufleute

Die Wikingerhändler trafen in der Fremde, im romanischen Westen und im griechisch-byzantinischen Osten, christliche Kaufleute und trieben friedliche Geschäfte mit ihnen. Wikingersöldner dienten in den Armeen christlicher Heerführer und mussten sich manchmal der Form halber taufen lassen.

Schließlich kamen christliche Missionare nach Skandinavien und ihre Lehren gelangten in die überseeischen Kolonien Skandinaviens, die Färöerinseln, Island und Grönland. Dieser Prozess ging langsam vor sich, aber Ende des 11. Jahrhunderts war der größte Teil Skandinaviens christianisiert, nur Schweden blieb teilweise bis ins 12. Jahrhundert heidnisch und sicher hinterließ das Heidentum auch anderswo noch Spuren.

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