Heidentum und die Wikinger

Heidentum und die Wikinger
© Del-Ink / Fotografie

Zu Beginn der Wikingerzeit lebten in allen skandinavischen Ländern ausschließlich Heiden (was nichts anderes bedeutet, als die Ehrung des göttlichen, sowohl in einem Menschen selbst als auch das was den Menschen umgibt). Es hatte bis dahin kaum Verbindungen zur Christenheit gegeben.

In den folgenden Jahrhunderten gelangte die „Kenntnis des christlichen Glaubens“ bzw. die Zwangschristianisierung auf verschiedenen Wegen in diese Länder.

Bei „Überfälle auf Kirchen oder Kloster, raubte man gerne christliche Kultgegenstände wie Kreuze und Abendmahlskelche“. Diese Stücke schmolz man gewöhnlich wegen ihres Metallwerts ein, aber einige besonders schöne Objekte behielt man als „Souvenirs“. [Folgt man der Geschichtsschreibung]

Unter den Gefangenen, die man als Sklaven ins Land brachte, befanden sich auch Christen. Sklavenhandel war zu der damaligen Zeit „normal“. Wobei es hier zu unterscheiden gilt ob ein Mensch sich freiwillig oder unfreiwillig dem Dienst eines „Herren“ für eine begrenzte Zeit verpflichtet und nach dieser Zeit das Recht hat seine Freiheit zu fordern.

Christliche Kaufleute

Die Wikingerhändler trafen in der Fremde, im romanischen Westen und im griechisch-byzantinischen Osten, christliche Kaufleute und trieben friedliche Geschäfte mit ihnen. „Wikingersöldner“ dienten in den Armeen christlicher Heerführer und mussten sich manchmal „der Form halber“ taufen lassen (Zwangschristianisierung).

Schließlich kamen christliche Missionare nach Skandinavien und „ihre Lehren“ gelangten in die überseeischen Kolonien Skandinaviens, die Färöerinseln, Island und Grönland. Dieser Prozess ging langsam vor sich, aber Ende des 11. Jahrhunderts war der größte Teil Skandinaviens [Zwangs]Christianisiert, nur Schweden blieb teilweise bis ins 12. Jahrhundert heidnisch und sicher hinterließ das Heidentum (die Ehrung des göttlichen) auch anderswo Spuren.

Das Wort oder die Bedeutung von Heide

Das sogenannte „Heidentum“ wurde erst unter dem Christentum, nach der Zwangschristianisierung zu etwas schlechtem erklärt. Heiden wurden von der Kirche gnadenlos verfolgt und ermordet, weltweit. Das Wort „Heide“ bzw. „Heid“ bedeutet „die göttliche Kraft zu [ver]ehren“. Die göttliche Kraft bezieht sich hierbei auf das göttliche in dem Menschen selbst und das was ihn umgibt wie zum Beispiel die Natur, die „Ganzheit“ des Lebens oder der „Einklang / Harmonie“ im geistlichen und physichen Sinn.

Deine Meinung und Wissen zählt, schreibe uns einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige Mich zu:
Weitere spannende Beiträge
Heidentum und die Wikinger
4.5 8