Kindererziehung bei den Wikinger

Kindererziehung bei den Wikinger
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Die Wikinger lebten gewöhnlich in großen Familiengruppen aus drei Generationen: Kinder bzw. Nachkommen, Eltern und Großeltern.

Der Haushaltsvorstand war für ihr Wohlergehen verantwortlich, er beschützte und versorgte sie alle. Auch half er seine Geschwister helfen. Seine Frau kümmerte sich um die kleinen Kinder, bereitete das Essen, hielt Haus und Hof.

Sie stellte Heilmittel her (eine sehr wichtige Thematik die zu wenig Beachtung findet, in unserer heutigen Zeit oder von den „Geschichtsschreiber“) und versorgte die Kranken und Verwundeten.

Bei Abwesenheit ihres Gatten besaß sie die Befehlsgewalt im Hause und trug als Zeichen ihrer Autorität die Schlüssel am Gürtel.

Die Wikingerkinder gingen nicht zur Schule, was nicht bedeutet, dass sie ein leichtes Leben hatten. Sobald sie dazu in der Lage waren, mussten sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen, die Jungen in der Landwirtschaft, die Mädchen im Haushalt.

Der Vater „bestimmte die Erziehung der Nachkommen“. Manche wurden streng, andere mild erzogen. Die Knaben sollten männlich sein oder werden, das bedeutete wahrscheinlich, dass sie ihren eigenen Willen zeigen und für ihre Überzeugung eintreten sollten. „Von den Mädchen bzw. weiblichen Nachkommen erwartete man Bescheidenheit und Gehorsam“. (Anmerkung: Erdichtung oder Wahreheit der Geschichtsschreibung?). Den Gatten suchten meist die Väter für ihre Töchter aus; kein Mädchen wurde jedoch gezwungen, einen Mann gegen ihren Willen zu heiraten. Das Wort oder die Begrifflichkeit „Heirat“ ist hier falsch gewählt bzw. verstanden unsere Ahnen oder Vorfahren die heute sogenannte „Heirat“ als eine Verbindung zweier Sippen (dotierte Muntehe).

Außerdem war später eine Scheidung möglich. Wenn jemand in Not geriet, halfen ihm normalerweise seine Nachbarn. Wem in Island das Vieh durch Krankheit starb, dem gaben die Nachbarn einige von den eigenen Tieren ab. Wenn jemand sein „Geld“ verloren hatte, so halfen die Verwandten. In Notzeiten gingen Eltern und Kinder vor.

„Alte und Neugeborene ließ man im äußersten Fall, wenn nur noch Nahrung für die Gesunden und Jungen vorhanden war, sterben“. (Anmerkung: Teilweise wahr bzw. aus heutiger Sicht grausam. Dies alles geschah aber nicht ohne Sinn. In unserer christlich geprägten Denk- Sichtweise wurden Werte oder Sitten komplett auf den Kopf gestellt und sind für uns heute nur noch schwer nachvollziehbar).

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Simea Ulreich
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Simea Ulreich

Wie bestimmt der Vater den Bräutigam (wie fragt er und wen fragt er)?
Danke

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