Sleipnir, das „Dahingleitende“ Pferd

In der nordischen Mythologie reitet Wotan oder Odin, der höchste Gott der Wikinger das achtbeinige graue Pferd Sleipnir. Wo findet sich der Ursprung von Sleipnir, dem achtbeinigen Hengst in der nordischen, wikingischen Mythologie? Das schnellste Pferd, geschaffen für den Allvater (den grauen) und für die Reise zwischen den Welten (Hel, die Unterwelt) sowie Ragnarök, der Götterdämmerung.

Sleipnir Odin Wotan Wikinger


Die Asen und der Baumeister Smidhr

Als die Welt noch jung war und die Götter bzw. Asen Midgard, Walhall erschufen, bot der Baumeister Smidhr den Göttern an, eine uneinnehmbare Burg (Mauer um Asgard) für sie zu erschaffen. Als Gegenleistung forderte er die Göttin, Gott Freyr, sowie die Sonne und den Mond.


Loki und seine Rolle bei diesem Handel

Loki schaffte es die anderen Götter zu überzeugen, aber dem Baumeister Smidhr wurde eine Bedingung auferlegt. Diese Bedingung besagte das der Baumeister Smidhr für den Bau dieser Götterburg oder Mauer nur einen einzigen Winter Zeit hat bzw. vor Winteranbruch diese zu erschaffen hat. Sollte es ihm gelingen, dann würde er als Gegenleistung Freyr, die Sonne und den Mond erhalten.

Loki kann zu den eigentlichen „Feinden“ der Asen und Wanen zugeordnet werden, denn sein Vater und Mutter waren Riesen, trotzdem von den anderen Göttern geschätzt wegen seiner Klugheit und seiner Art strategische „hinterlistige“ Pläne zu erdenken.


Der Baumeister Smidhr und sein Hengst Svadilfari

Smidhr nahm diese Bedingung an, bestand aber darauf, dass sein Pferd bzw. Hengst Svadilfari ihm dabei Hilfe leistet. So machte er sich an die Arbeit und begann mit dem Bau der Burg für die Götter.

Sein Pferd, Hengst Svadilfari schleppte Tag und Nacht riesige Felsblöcke heran und leistete damit doppelt so viel Arbeit wie der Baumeister Smidhr selbst.

Bereits drei Tage vor Sommeranfang war die Burg so gut wie fertiggestellt und die Götter gerieten in ein Dilemma, denn niemand von ihnen dachte wirklich daran, den Baumeister den Gott oder Göttin Freyr zu übergeben.

Der schuldige aber auch der Ausweg, Loki

Der schuldige war schnell gefunden, Loki. Denn er machte den anderen Göttern diesen Vorschlag oder schaffte es sie zu überreden, das Angebot des Baumeisters anzunehmen. Also lag es nun auch an Loki einen Ausweg zu finden.

Loki nutzte also seine Fähigkeiten der „Hinterlist oder Täuschung“ und verwandelte sich in eine Stute. Anschließend lockte er den Hengst Svadilfari des Baumeisters fort so das dessen Arbeit an der Burg zum Stillstand kam.

Denn ohne seinen Hengst hatte Smidhr keine Möglichkeit mehr, die riesigen Felsen zum Bau der Burg alleine heranzuschaffen.


Smidhr, ein Riese und Feind der Asen, erschlagen von Thor

Der Baumeister Smidhr wurde wütend und zeigte nun sein „wahres ich“. Er war ein Riese und somit ein Feind der Götter bzw. der Asen. Der Gott Thor zögerte nicht und erschlug den Riesen mit seinem Hammer (Mjöllnir).

Schlußendlich ist es Loki seiner „Täuschung und Hinterlist“ zu verdanken das dieser Handel ein gutes Ende nahm. Es ist aber auch seine Schuld das die anderen Götter diesen Handel akzeptierten. Deswegen nimmt Loki wahrscheinlich eine besondere Stellung in der nordischen Mythologie ein, denn er kann sowohl gutes als auch schlechtes bewirken. Wobei das gute, was er bewirkt meist einen „bösen“ Ursprung hat. Licht und Dunkelheit vereint?!


Wie entstand das achtbeinige Pferd Sleipnir nun?

Nachdem sich Loki in eine Stute verwandelt hatte und den Hengst Svadilfari des Riesen Smidhr weggelockt hatte, so dass dieser seine Arbeit an der Burg nicht fortsetzen konnte, ging aus dem Zusammentreffen von Loki (in Erscheinung einer Stute) und dem Hengst Svadilfari ein neues Pferd, Hengst hervor. Loki war es also der das achtbeinige Pferd, Hengst von Odin oder Wotan gebar, und dessen Name uns heute bekannt ist als Sleipnir.

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