Das Wikinger Handwerk

Wikinger Handwerk

Das Wikinger Handwerk
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Jeder Bauer war vermutlich in erster Linie sein eigener Schmied und Zimmermann; aber es gab auch geschickte Fachleute, die sich in diesen Handwerken spezialisierten. Zimmerleute brauchte man beim Bootsbau und Hausbau, Schmiede für die Herstellung von Waffen und Schmuck.

Letztlich hing der Erfolg der Raubzüge von den Schiffen und Waffen ab, die diese Männer mit Geschick herzustellen verstanden. Holz war mit das beliebteste Material in Skandinavien, da es reichlich und bequem zu beschaffen war.

Die gefällten Bäume wurden mit Keilen in Scheite gespalten und mit einem Werkzeug – Dechsel oder Querbeil genannt – bearbeitet. Während der Wikingerzeit fertigten die Skandinavier auf ihren Schiffen und auf anderen Gebrauchsgegenständen prächtige Holzschnitzereien an.

Wenn der Schmied ein Schwert oder eine Axt herstellen wollte, erhitzte er ein Eisenstück bis zur Weißglut, hämmerte es und tauchte es in kaltes Wasser, um es abzuschrecken. Er wiederholte diesen Vorgang, bis die Waffe gehärtet war. Gute Waffen waren hochgeschätzt und gingen vom Vater auf den Sohn über.

Verzierungen an einer Waffe

Die Wikinger verzierten ihre Waffen oft mit Bronze, Messing oder Silber. Hierzu wurde die Waffe zuerst über dem Feuer erhitzt, bis sie schwarz war. Das Muster ritzte man mit einem scharfen Instrument in die Oberfläche und rieb Stückchen von Silber, Bronze oder Messing in die heißen Rillen, bis sie haften blieben. Die Waffe kam wieder ins Feuer und wurde mit einem langen Werkzeug aus glattem Stahl poliert, so lange, bis das Muster glänzte.

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