Wikinger Massengrab

Wikinger Massengrab
© Del-Ink / Fotografie

Im Jahre 2009 fanden Archäologen bei der Britischen Grafschaft Dorset ein Massengrab mit 51 Leichen bzw. Skelette die allesamt enthauptet wurden.

Heute ist man sich sicher, dass es sich hierbei um Wikinger handelt, die von den Angelsachsen hingerichtet wurden. Eine Vielzahl von Hinweisen deutet drauf hin, dass es eine Vergeltung der Angelsachsen war, für die andauernden Überfälle der Wikinger auf die Britischen Küstenstädte.

Ein Massengrab aus der Zeit der Wikinger ist äußert selten, alleine deswegen schon stellt dieser Fund, mit einer Anzahl von 51 Skeletten, eine Seltenheit da.

910-1030 nach Christus

Anfangs wurde der Fund auf die Frühe Römische Zeit datiert (etwa 43. nach Christus) oder der Eisenzeit (80. vor Christus). Inzwischen weiß man, dass die Funde aus den Jahren 910-1030 nach Christus stammen. Diese Jahreszahlen passen etwa in jene Zeit, in der England immer wieder Opfer von Plünderungen der Nordmänner wurde. Olaf Tryggvason führte im Jahre 991 die Wikinger in die Schlacht von Maldon in Essex, England.

Alle gefundenen Skelette wurden ohne Bekleidung freigelegt, ein möglicher Hinweis darauf, dass die Wikinger in einer Art „Schauprozess“ enthauptet wurden oder auf Erkundung waren, gefangen genommen wurden bzw. dann hingerichtet wurden und anschließend ohne Bekleidung in das Massengrab geworfen wurden.

Durchnittsalter von 20 Jahren

Es ist anzunehmen das die meisten Opfer Wikinger Krieger waren da die Skelette ein Durchnittsalter von 20 Jahren haben und bei guter körperlicher Verfassung oder Kraft waren. Anhand von Zahnuntersuchungen an den Leichen konnte festgestellt werden, dass die getöteten Menschen nicht in England aufgewachsen sind, sondern in einem wesentlich kälteren Klima wie etwa Skandinavien, dem Land der Nordmänner.

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