Wikingerkunst

Wikingerkunst
© Klaudia Karpińska / hrafnphotography.wordpress.com

Die Kraft und Vitalität der Wikinger kam auch in ihrer Kunst zum Ausdruck. Die Wikingerkunst wirkt oft ruhelos; sehr häufig handelt es sich um wallende Massen von Ornamenten, die aus stilisierten Tierkörpern bestehen.

Verzerrte und verrenkte Tiere bildeten die Grundformen der skandinavischen Ornamentik seit dem 5. Jahrhundert und sie blieben es auch während der Wikingerzeit.

Die Kunst der Wikinger wurzelte also in einer jahrhundertealten Tradition. Gleichzeitig war sie gegenüber neuen Einflüssen offen.

Sie besaß genug Selbstvertrauen, um sich durch Fremdes inspirieren zu lassen, sie übernahm neue Motive aus Westeuropa, adaptierte sie ohne sklavische Nachahmung, ihren eigenen Gewohnheiten entsprechend.

Dieser Prozess dauerte an, bis mit der Erschöpfung jener Kraft, die ein Kennzeichen der Wikingerzeit war, die einheimische Kunst dekadente Züge entwickelte. Dann, als sich Skandinavien in die Gemeinschaft der christlichen Nationalstaaten einfügte, übernahm es die neue Romanische Kunst, die Europa eroberte.

Angewandte Kunst

Nur weniges im Skandinavien der Wikingerzeit können wir als reine Kunst bezeichnen. Die Wikingerkunst ist fast immer angewandte Kunst, Verzierung von Gebrauchsgegenständen. Aber die Wikinger besaßen eine Vorliebe für Ornamente, daher bekamen ihre Holzschnitzer und Kunstschmiede jede Gelegenheit, ihr Können bei der Herstellung von Gebrauchsgegenständen und Schmuck zu beweisen, die Glanz und Farbe in den Alltag brachten.

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